Der Preis eines Goldbarren errechnet sich aus drei unterschiedlichen Faktoren. Der erste und wichtigste Faktor ist der Preis für Gold am internationalen Spotmarkt. Wie bei jedem Gut wird dieser Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt und im Sekundentakt errechnet. Auf diesen Preis wird vom Hersteller eines Goldbarren, also beispielsweise Heraeus oder Umicore, ein Aufpreis verlangt, der zweite Faktor. Je größer der Barren ist, desto geringer sind die Herstellungskosten eines Goldbarren. Dementsprechend ist der Preis für einen Goldbarren vom Hersteller an den Handel niedriger. Kleine Goldbarren sind in der Herstellung kostenintensiver, also ist der Preis für diese Goldbarren auch höher. Diese Preispolitik setzt sich natürlich im Edelmetallhandel fort. Der dritte Faktor ist die Handelsmarge, also das was der Edelmetallhändler oder die Bank am Verkauf eines Barren als Rohgewinn verdient, und das ist wenig. Der Aufpreis auf den internationalen Spotpreis bei einem 1 kg Goldbarren liegt bei uns etwas über 1 %. Da ist der Preis vom Hersteller und das Kursrisiko noch nicht mit eingerechnet. Würde ein Autohändler 1% am Verkauf eines 30.000 EUR teuren PKWs verdienen, müssten wir wohl alle zu Fuß gehen.
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