
Platin - Allgemeine Informationen
Die Bezeichnung "Platin" stammt von dem spanischen Begriff plantina, welches sich von der minimierenden Form für plata, also Silber, ableitet. Erstmals entdeckt wurde Platin um 3000. v.Chr. in Ägypten. Auch die Ureinwohner Südamerikas begegneten Platin als Nebenprodukt von Gold, welches sich jedoch vom Gold nicht extrahieren ließ. Erst 1783 wurde durch Louis Bernhard Guyton de Morveau ein Verfahren entwickelt, das eine vereinfachte, industrielle Abspaltung von Platin möglich machte, allerdings kam die kommerzielle Massengewinnung von Platin erst 1924 zum Einsatz.
Platin als Element und in der Physik
Platin gehört zu den chemischen Elementen und trägt das Symbol Pt und die Ordnungszahl 78. Obwohl Platin zu den Edelmetallen zählt, wird es im chemischen Periodensystem den Übergangsmetallen in der "Nickelgruppe" zugeordnet.
Platin ist in seiner Beschaffenheit ein schweres und dennoch formbares Metall, welches durch seine charakteristisch gräulich bis weiß melierte Farbe auffällt.
Aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit wird Platin nicht nur in der Schmuckherstellung sondern häufig auch in der Industriebranche, zum Beispiel für die Herstellung von Automobilkatalysatoren, verwendet.
Platin als Mineral
Platin ist als Mineral anerkannt da es in elementarer Form in der Natur vorkommt. Im Gegensatz zum Silber ist Platin sehr korrosionsbeständig.
Platin - Vorkommen und Förderung
Südafrika, Russland und Kanada tragen den größten Anteil der Platinförderung weltweit. Platin kann im Rahmen verschiedener Vorgänge gewonnen werden: Dazu zählen Platinbergwerke, die allerdings nur in Südafrika ihr Vorkommen haben, die Gewinnung von Platin als Nebenprodukt in z.B. Nickelraffinerien oder durch verschiedene andere chemische Prozesse.
Platin als Anlage
Da Platin in erster Linie ein Industriemetall ist und vorwiegend in der Automobilindustrie eingesetzt wird, sind die Kurse sehr volatil. Die Anlage in Platin gilt zwar als sehr sicher, der Kurs bleibt jedoch stark abhängig von der industriellen Nachfrage.
Platin als Barren
Platinbarren werden als 999,5 % Feinplatinbarren zur Wertanlage hergestellt und liegen damit in ihrer reinsten Form vor. Beim Kauf ist zu beachten, dass Platinbarren nicht von der Mehrwertsteuer in Höhe von 19 % befreit sind. Platinbarren mit einem Gewicht bis zu 100g werden häufig in geprägter Form hergestellt, während schwerere Platinbarren mit einem Gewicht bis zu 1000g in der Regel gegossen werden.
Platin als Münzen
Zu den bekanntesten Platinanlagemünzen gehören die Noble Isle of Man und der Platinkoala welche, ebenso wie Platinbarren, eine Feinheit von 999,5 aufweisen. Aufgrund der bedingten Nachfrage ist das Angebot an Platinmünzen und dessen Vielfältigkeit tendenziell eher gering und so wurde z.B. die Koalaplatinmünze in ihrem ersten Prägejahr mit einer maximalen Auflage von gerade einmal 12.000 Stück hergestellt.
Platinmünzen sind, ebenso wie Platinbarren, beim Kauf nicht von der Mehrwertsteuer in Höhe von 19% befreit.